„Wer hat Schuld, wenn ein ICO scheitert – vielleicht das Start-up?“

Wir machen Dir heute Lust auf eine Investition in ein ICO: Erfahre jetzt, woran ICOs in der Vergangenheit gescheitert sind und mit welcher Dreistigkeit Kriminelle sie genutzt haben. Unser Tipp für Dich: Im Zweifel darüber lachen oder wenigstens schmunzeln.

Die Idee war gut. Das White Paper war glaubwürdig. Dennoch ist das ICO gescheitert: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du diese Erfahrung machen wirst, ist sehr hoch. Wenn Du in drei ICOs investiert hast, dann wird voraussichtlich mindestens eins davon scheitern. Schätzungsweise sind weltweit ein Drittel bis knapp die Hälfte aller ICOs nicht erfolgreich. Die Ursachen hierfür reichen von einer falschen Planung, über eine fehlerhafte Umsetzung bis hin zu dreisten Scams. Das heißt, dass ein ICO von Anfang an eine kriminelle Absicht hatte.

„And it’s gone“, Zuschauer von South Park und Investoren von Savedroid wissen, was das heißt: Das Geld – ihre Investition – ist weg. Die Chuzpe, die das Start-up aus Frankfurt im April mit seiner Parodie gehabt hat, fanden seine Investoren gar nicht witzig; der PR-Coup mündete in einem PR-Desaster. Schließlich haben die Investoren von Savedroid ihre Investitionen immerhin nicht verloren.

Dieses Glück haben andere nicht gehabt: Die Investoren von „Prodeum“ haben Ende Januar auf der Website des ICO nur noch ein Wort lesen können: „Penis“ – der postpubertäre Humor des Start-ups spiegelt sich in dessen ICO wider: Von Investoren hat Prodeum nämlich anstelle von erwarteten 6,5 Millionen Dollar lediglich knapp über 10 Dollar erhalten. Taschengeld. Demgegenüber hat das ICO „Confido“ im Jahr 2017 mit knapp 370 000 Dollar tatsächlich einen ebenso erstaunlichen wie erschreckenden Betrug an seinen Investoren begangen.

Zwei Ursachen, warum ICOs häufig scheitern

Wenn ICOs scheitern, dann oft aufgrund von Mängeln in der Planung oder der Umsetzung. Grundsätzlich ist meistens mindestens eine der nachstehenden zwei Probleme ursächlich fürs Scheitern eines Projektes:

  • Zu wenig Geld: Das ICO hat sich verrechnet und entweder zu wenig Geld eingeplant, zu wenig Geld erhalten oder zu viel Geld ausgeben – Letzteres ist im Grunde die zweite Ursache;
  • Zu wenig Zeit: Das ICO hat nicht ausreichend Zeit eingeplant; überraschend verzögert sich das Projekt, weil seine Entwicklung oder Umsetzung mehr Zeit brauchen, als zunächst eingeplant.

Am Ende sind Geld und Zeit aufgebraucht. Genauso wie das Geld der Investoren.

Natürlich gibt’s darüber hinaus sehr viele Beispiele für sehr gute, sehr erfolgreiche ICOs – sicherlich findest Du ein ICO mit Zukunft in unserer Database.