Seit der neuen Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO sind alle Unternehmen, besonders die digital fokussierten, auf der Hut. Wie sehr die DSGVO Einfluss auf ICOs nimmt, zeigen wir Dir jetzt.

Die große Beliebtheit von ICOs bei Investoren und Unternehmen resultiert nicht zuletzt auch aus der unkomplizierten Abwicklung aller Prozesse. Besonders die einfache Abwicklung der Investments steht hierbei im Vordergrund. Im Zuge des bei Geldgeschäften üblichen Know-Your-Customer-Prozesses (KYC) werden personenbezogene Daten ausgetauscht.

Bisher bestand die Aufgabe der Unternehmen, die den ICO ausschrieben, lediglich darin, die Daten an ein zur Prüfung legitimiertes Unternehmen weiterzugeben. Ein Hinweis auf der Datenschutz-Seite reichte hier zur Absicherung für das Unternehmen vollkommen aus.

Alles neu macht die DSGVO

Im Zuge der seit dem 25. Mai dieses Jahres aktiven DSGVO mussten Landesweit sämtliche Websites aktualisiert werden. Die einen sagen, durch die damit verbundene unverhältnismäßige Strenge werde das Internet zerstört. Die Anderen wiederum sagen, dies ist der einzige Weg die völlige Verwahrlosung von persönlichen Daten im Internet zu verhindern.

Definitiv feststeht, dass auch ICOs von der neuen Verordnung betroffen sind. Durch die Sammlung von personenbezogenen Daten im Zuge des KYC und des AML (Anti-Geldwäsche-Gesetz) müssen auch ICOs deutlich aufrüsten. Der Umgang mit Kundendaten muss deutlich sensibler gestaltet werden.

Dies betrifft vor allem den prägnanten Hinweis auf das Sammeln von personenbezogenen Daten, der in Zukunft platziert werden muss. Dies verdirbt gewissermaßen den unverfänglichen Charakter der ICO. Da die ICO ausführenden Unternehmen die Daten der Anleger aber meist an Dritte weitergeben, die den Datencheck durchführen, ist dies zwingend notwendig.

Die Panik der Blockchain

Hauptbestandteil der Datenschutzverordnung ist die Sensibilisierung der digitalen Gesellschaft für persönliche Daten. Im Kern bedeutet dies, Du hast als Nutzer zu jedem Zeitpunkt das Recht, Deine persönlichen Daten löschen zu lassen.

Die Blockchain arbeiten mit dem exakten Gegenentwurf dieses Modells. Eine Blockchain ist de facto die Aneinanderreihung von vergangenen Transaktionen eines Nutzers, anhand deren er eindeutig identifiziert wird. Mit Transaktion ist hier der Austausch von Daten gemeint, der bei jeder Aktion im Internet stattfindet.

Aufgrund der Komplexität und Tiefe der so angereihten Datenmengen ist das Löschen von persönlichen Daten aus diesem Konstrukt so gut wie unmöglich. Auch der „Besitzer“ oder Träger einer Blockchain kann kaum identifiziert werden, lediglich die angereihten Daten einzelner Nutzer können persönlich zugeordnet werden.

Was kommt jetzt auf ICOs und Kryptowährungen zu?

Aufgrund der Komplexität und des Fehlens von Erfahrungswerten oder Best Practices im Umgang mit persönlichen Daten im Rahmen einer Blockchain, kannst Du davon ausgehen, dass es aktuell grundsätzlich keine gravierenden Änderungen geben wird.

Es ist prinzipiell sehr gut und wichtig, dass persönliche Daten jederzeit löschbar sind. Besonders im Bereich der neuen Technik mit denen auch wir von Digbees uns beschäftigen, sind die neuen Verordnungen in ihrer geplanten Form jedoch nicht so einfach anzuwenden.

Es bleibt also spannend, welche Konsequenzen die DSGVO letztendlich tatsächlich auf Dich als Anleger oder Unternehmer mit sich bringt. Sobald es Aktuelles zu der Thematik gibt, liest Du es in unserem Digbees Newsbereich.