Zeit ist Geld. Das gilt auch für den Akt ein Zeugnis beglaubigen zu lassen. Studierende verbringen ihre Zeit mit langem Warten, müssen anfallende Gebühren zahlen und die zuständigen Behörden müssen sich mit möglichen Fälschungen und Unmengen Papierkram rumschlagen.

Für dieses Problem scheint die Frankfurt School of Finance für sich eine Lösung gefunden zu haben.

In dem sie Zertifikate auf der Blockchain vergibt, sollen Fälschungen und der Aufwand für eine Beglaubigung  vermieden werden. Damit wäre sie die erste Hochschule in Deutschland, die sich dafür die Vorteile der Blockchain zu Nutze macht.

Unterstützung holt sich die Hochschule von dem Softwareunternehmen Consensys. Das Unternehmen zählt zu den Führenden im Bereich Blockchain und ermöglicht durch seine App, dass die hinterlegten Identitäten der Nutzer fälschungssicher sind und diese sowohl ihre Daten, als auch Abschlüsse selbst zentral verwalten können. Eine erneute Beglaubigung aufgrund eines Verlustes ist dank der Blockchain ausgenommen.

Projektleiterin Veronika Kütt schwärmt von den digitalisierten Zertifikaten, „Blockchain-basierte Zertifikate sind faszinierend.“, sichtlich sicher, dass bei dem Projekt „Pionierarbeit“ geleistet wird.  Und auch Professor Dr. Philipp Sandner äußert sich in hohen Tönen zum Projekt: „Mit der Blockchain kann man wie im Bilderbuch persönliche Daten wie etwa einen Lebenslauf oder Personalausweis sicher abspeichern. Mit unserem Projekt zeigen wir, wie einfach und komfortabel das für den Nutzer sein kann.“

Was man braucht, um an so ein Zertifikat zu kommen?

Das, nach Prof. Dr. Sandner, Privileg für so ein Zertifikat hatten dennoch bisher nur elf Studenten, welche sich bereits in ihrem Seminar mit Zukunftstechnologien befassten. Diese haben den Certified Blockchain Expert Kurs abgeschlossen und können nun die gelernte neue Technologie für Unternehmen nutzbar machen. In diesem Seminar werden sowohl Grundlagen, als auch die Blockchain-Technologie in der Praxis behandelt.